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Thema: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

  1. #1
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    Standard Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Hallo Zusammen,


    ich umreisse mal kurz meinen Lebenslauf damit ihr einen kleinen einblick bekommt:

    - 3 Jahre Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration in Köln
    - weitere 2 Jahre Angestellt in internationalem Unternehmen mit 4000 MA in DE. Tätigkeiten 2nd Level Helpdesk + 20% Projektarbeit
    (Fachgebiete WinSrv2008R2, MDM (BES, Airwatch), Active Directory, MSExchange, Client OS (Xp/7/8), Basic Linux und Mac OS skills, Hard-Software Rollouts, Troubleshooting im Bereich standard software

    - 6 Monats Projekt im VOIP Umfeld im internationalen Ausland (Melbourne, Australien)

    Momentan bin ich auch noch in Melbourne, mein Vertrag wird ende Mai auslaufen. Danach würde ich gerne in der Schweiz arbeiten und in Deutschland leben.

    Wie problembehaftet ist die tatsache das ich kein schweizerdeutsch spreche und auch teilweise Schwierigkeiten habe es zu verstehen?
    Mein Englisch ist hervorragend. Muttersprache ist Deutsch.

    Ich würde gerne in Basel oder Zürich arbeiten wollen.

    Mit welchem Verdienst kann ich aufgrund meiner Fachkenntnisse erwarten?
    Mit welchen weiteren Problemen werde ich konfrontiert aufgrund des Wohnsitzes in DE und des Arbeitsplatzes in der Schweiz?
    Wie wahrscheinlich ist es das mich eine Schweizer Firma überhaupt einstellt?


    Bin dankbar für jeden Tipp den ich bekommen kann.

  2. #2
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    Standard AW: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Hallo Fushey

    Willkomen aboard

    Wichtig ist, ob Deine Ausbildung in der Schweiz anerkannt ist. Das kannst Du hier klären: berufsberatung.ch - Anerkennung ausländischer Diplome
    Beim Schweizerdeutsch, denke ich, musst Du durch und verstehen lernen. Es hat sich aber gezeigt, dass der Versuch, Schweizerdeutsch zu sprechen, nicht lohnt. Es klingt einfach sch...lecht

    Und Probleme gibt es in diesem Sinne nicht, nur Herausforderungen. Die Besteuerung ist sicher ein Thema, da habe ich auf die Schnelle hier ein paar Infos gefunden: Wohnsitz im Deutschland, arbeiten in der Schweiz als Auslandschweizer? 60-Tage Regel - Arbeitsforum - Beobachter

    Ob Du überhaupt eine Stelle findest, ist z.T. sicher vom ersten Punkt abhängig. Der Rest ist wie immer ein wenig Glückssache.

  3. #3
    Avatar von fraxor
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    Standard AW: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Hallo Fushey,

    von mir auch ein herzliches Willkommen.

    Ich denke wird herausfordernd werden, aber sicherlich machbar. swizz hat eigentlich den Nagel schon auf dem Kopf getroffen.
    Die Steuern ist ein fundamentaler Faktor den gut abgeklärt werden muss. Nicht nur mit den Behörden sondern auch mit dem Arbeitgeber.

    Grüsse

  4. #4
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    Standard AW: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Hallo Fushey,
    Ich gehe hier einig mit meinen Vorredner - Schweizerdeutsch verstehen ist Pflicht, denke aber durchaus das dies eine Frage der Zeit ist. Diese Erfahrung habe ich zumindest mit meiner deutschen Ex-Freundin hier in der Schweiz gemacht.

    Lohn ist immer ein spannendes Thema und ist nicht klärbar mit den wenigen Sätzen, welche Du von Dir gibst:

    Zitat:
    (Fachgebiete WinSrv2008R2, MDM (BES, Airwatch), Active Directory, MSExchange, Client OS (Xp/7/8), Basic Linux und Mac OS skills, Hard-Software Rollouts, Troubleshooting im Bereich standard Software)

    Die Frage ist natürlich ob irgendwelche Zertifikate vorhanden sind, welche Dein Fachwissen in irgendeiner Weise abbilden.

    Im weiteren ist auch die Aussage von Dir "...Ich möchte in der Schweiz Arbeiten und in Deutschland leben... " sehr verwirrend - möchten wir das nicht alle irgendwie ?
    Das ist sehr Aufwändig, wenn man beachtet das dies auch zwei Wohnungen etc mit sich zieht, oder auch das pendeln, aber dies ist natürlich Deine Entscheidung.

  5. #5
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    Standard AW: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Ich glaube die anerkennung einer deutschen Berufsausbildung ist moeglich.

    Warum die aussage bzgl deutschland wohnen schweiz arbeiten verwirrend ist verstehe ich nicht. Ich wuerde entsprechend ins grenzgebiet ziehen, pendeln ist fuer mich kein problem.

    An zertifizierungen habe ich den mcsa 2008

  6. #6
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    Standard AW: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Hallo Fushey

    Erstmal Herzlich Willkommen im iB!

    Mit deinen Skills findest du auf jobs.ch oder monster.ch sicher
    was interessantes.

    Und den Lohn prüfst du unter lohnrechner.ch ::::::: Übliche Löhne

    bzgl. der Sprache ist es halt schon so, dass der Schweizer im Allgmeinen
    eine Hemmschwelle verliert, wenn er nicht Schriftdeutsch sprechen muss.

    Ausser in der Südschweiz (Tessin) und in der Westschweiz (ca. ab Biel bis Genf)
    verstehen aber eigentlich alle deutsch.
    rgds Lordicon


    Der einfachste Weg Identitätskrisen zu vermeiden.

    PSS: [Environment]::UserName

    Lordicon [Lord ei-'kän] frei übersetzt "Lord der Ikone"

  7. #7
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    Standard AW: Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

    Hallo Fushey

    Ich arbeite in einer Firma, die oft ausländische Fachkräfte als Contractors anstellt. Innerhalb unseres Teams habe ich die Fachführung und bin somit in den Entscheidungsprozess für eine Anstellung mit einbezogen, bzw. treffe die Entscheidungen mit.

    Ich kann dir nur meine Sicht der Dinge darlegen bzw. erklären warum mir gewisse Sachen wichtiger sind als andere.

    Schweizerdeutsch
    Ist für mich kein Kriterium (mehr). Deutsch ist jedoch ein wichtiger Teil der Teamintegration und das Bemühen Schweizerdeutsch zu verstehen, hilft bei der Akzeptanz innerhalb des Teams und Projekten. Da mittlerweile aber auch bei uns mehr "Internationalität" eingekehrt ist, sind 30% meiner Meetings in Englisch.
    Im Endeffekt hängt es also auch davon ab, wo du dich bewirbst. Ein KMU (Kleine bis mittlere Unternehmen) werden eher auf ein Schweizerdeutsch schauen, grössere oder international tätige Firmen, wird das weniger wichtig sein.

    Wohnort
    Hier bin ich relativ strikt. Es ist wünschenswert, dass der Wohnort aller unserer Mitarbeiter (intern oder Contractors) in der Schweiz ist. Wenn möglich, so nahe am Arbeitsort wie es geht. Dies ist aber ein Problem von Führungs- und Teammechanismen.
    Warum? Wir sind in einem 7/24h Operations Umfeld zu Hause. D.h. 17:00 ist nicht gezwungenermassen Arbeitsschluss und 08:00 nicht immer Arbeitsbeginn. In der Vergangenheit, gab es immer wieder Probleme, das im Ausland wohnende Mitarbeiter, dann auch dortige Verpflichtungen wahrnehmen wollten oder mussten (Besuche, Behördengänge, Familiäre Anlässe etc.) ebenso waren die langen Anfahrtszeiten regelmässig Gesprächsstoff, wenn es um Verspätungen oder kurzfristigen Änderungen ging (Stau, Zug verpasst etc.). Was dann dazu führte, dass andere Mitarbeiten Aufgaben übernehmen mussten, die aktuell waren. Und dies a) zusätzlich zu den bestehenden täglichen Aufgaben und b) eben auch zu Zeiten, die nicht mehr als "Office Hours" galten. Das ist ab und an machbar - z.B. bei Ferien- oder krankheitsbedingten Abwesenheiten. Darüber hinaus gibt es schnell Unstimmigkeiten im Team, da diese Arbeitszeiten von niemandem wirklich geschätzt werden. Auch wenn sie natürlich Part of the Job in Operations sind.

    Was ist mit Home Office? Damit könnte man ja diese Probleme auch lösen?
    Absolut - ich bin ein grosser Verfechter von Home Office Ansätzen. Viele Arbeiten im IT Umfeld können wirklich von zu Hause oder aus der Karibik gemacht werden. Dem Server ist es tatsächlich egal, von wo aus er administriert wird. Was spricht also dagegen?

    Reglementarische Vorschriften
    • Auf gewisse Systeme dürfen Zugriffe nur aus der Schweiz statt finden
    • Arbeitstechnisch, ist ein CH Vertrag mit einem Contractor kein Vertrag mehr, wenn der Contractor aus Deutschland arbeitet

    Soziales Netzwerk
    Wer kennt sie nicht, die Skype Meetings mit schlechten Verbindungen, unaufmerksamen Teilnehmern - weil sie nebenbei noch die Mails beantworten, aus dem Zug arbeiten, oder Autofahren.
    1. Auch im Zeitalter von Skype for Business etc. sind 1:1 Meetings und Begegnungen wichtig - auch in der IT
    2. Projekte verlangen oft nach einem "vor Ort sein" um sich mit anderen Experten auszutauschen

    Qualifikationen
    Über deine Qualifikationen für einen Job in der Schweiz, kann ich dir nicht viel sagen. Das hängt direkt vom gesuchten Stellenprofil ab. VOIP ist sicherlich nach wie vor ein wichtiges Thema, vor allem in der Telko Branche mit der Umstellung auf den IP Stack.

    Ich arbeite in einem Bereich, wo ich keine ausgebildeten Fachkräfte auf dem Markt finden kann, bzw. sie sehr rar gesäht sind. D.h. für mich sind andere Punkte wichtiger, was hat der Bewerber gemacht, ist er bereit sich konstant weiter zu bilden, kann er sich - zu einem gewissen Teil - selbständig in das neue Aufgabengebiet einarbeiten, wie sieht seine Bereitschaft zu Mehrleistung (bezahlt) aus?

    Im Speziellen Bereitschaftsdienste, Wochenend- und Abendarbeiten. Die Anforderungen an unsere Mitarbeiter sind relativ hoch, ich weiss. Aber nur um es auch zu klären, jeglicher Einsatz und wird in unsere Firma auch fair vergütet oder kann - auf Wunsch - kompensiert werden.

    Steuern, Arbeiten in der Schweiz, Kultur etc.
    Da haben dir die anderen ja schon entsprechende Links geteilt. Ich habe eine deutsche Freundin, die seit nun bald 3 Jahren in der Schweiz wohnt. Aber auch sie stolpert noch über die eine oder andere Eigenheit unseres Landes und dessen Bewohner. Das stumme S bei Migros, war da noch schnell geklärt. Oder das "faul sein" nicht unbedingt was mit "arbeitsscheu" zu tun hat, sondern einfach auch nur "müde" heissen kann. Wichtig ist nicht nur, dass du alle administrativen Hürden überwindest, sondern, dass du auch bereit bist, sich auf die Eigenheiten der Schweizer einzulassen. Wir sind zwar friedliche Zeitgenossen, aber eben auch ab und an sehr eigen :-) Hier sind die kulturellen Hürden ab und an grösser, als die administrativen. Und obwohl Deutschland und die Schweiz recht nahe zusammen sind, sind sie eben nicht gleich.
    Siehe auch http://www.deutsch-schweiz.ch/home oder http://www.hallo-schweiz.ch/

    Beispiele
    1. Arbeitsrechtliche Themen interessieren in der Schweiz nur bedingt. Es sind zwar die Regeln, nach denen man spielt, aber meist hat die Vernunft in einem konkreten Fall Vorrang. Sprich - erst das Problem lösen, dann schauen wir zum Rest. Klingt jetzt nach Sklaverei, aber ich habe im Team keinen, der sagt "Ey, ist jetzt Mittag, egal ob der Service läuft oder nicht."
    2. Ich habe oft festgestellt, dass deutsche Mitarbeiter als forsch und direkt auftraten. Persönlich mag ich das, da es mir erlaubt, den Eiertanz abzukürzen. Im Allgemeinen und in einem Team ist das in der Schweiz aber oft nicht gern gesehen. Der Schweizer ist doch im allgemeinen eher konsens- und lösungsorientiert. Sprich - in Projekten oder Eskalationsmeetings geht es nicht darum einen "Schuldigen" zu finden oder zu benennen - auch wenn es durchaus richtig wäre - sondern schlichtweg darum ein Problem so schnell als möglich zu lösen. Die Aufarbeitung des Problems findet in einem Nachgang statt.

    Art der Arbeit
    Wenn du wirklich in der Schweiz arbeiten möchtest, dann kannst du hier sicherlich eine Stelle finden. Persönlich bin ich immer noch der Meinung, dass die Schweiz ein sehr schönes "Arbeits"land ist. Mit sehr grossen Vorzügen und halt auch weniger schönen Aspekten. Der Druck in der IT ist sicherlich höher geworden in den letzten Jahren und die Anforderungen an die Mitarbeiter ebenfalls. Was ihre Bereitschaft betrifft auch zu unkonventionellen Arbeitsmethoden betrifft. Aber - diese Bereitschaft wird auch entlohnt. Zumindest sehe ich das bei uns so.

    Wäre ich an deiner Stelle, dann würde ich mich wohl bei einem professionellem Stellenvermittler melden. Diese unterbreitet dir dann Anfragen von Firmen und versucht dich zu vermitteln. Das gibt dir die Möglichkeit, allenfalls verschiedene Firmen anzuschauen und - wenn es klappt - wirst du allenfalls von dieser Firma dann übernommen. Passiert bei uns immer wieder, da wir z.B. nach 1-2 Jahren so viel Know-How aufgebaut haben, dass wir den/die entsprechende Mitarbeiter/in nicht mehr verlieren möchten.
    Andererseits ist es aber auch oft viel Projektarbeit, was bedeutet, dass - wenn das Projekt abgeschlossen ist - du die Firma wieder verlässt.
    Zusätzlich ist es wichtig, dass du dir über die Stundenlöhne informierst, die üblich sind, da du ja einen guten Teil deines Lohnes an den Vermittler abtrittst. Verkauf dich nicht unter Wert und pokere auch ein wenig in den Verhandlungen.

    Ich kann dir gerne zwei drei Vermittler nennen, wenn du interessiert bist. PM an mich.

    Fazit
    Wie gesagt, sind alles persönliche und auf unseren Arbeitsbereich zugeschnittene Aussagen. In einem anderen Betrieb, kann dies komplett anders aussehen. Die "Wahrheit" wird, wie immer, irgendwo dazwischen liegen.

    Hoffe die Wall of Text hat dich jetzt nicht extrem belastet und ich konnte dir allenfalls ein zwei Hinweise geben.

    Sollten die Kollegen hier anderer Meinung sein, dann lasst es mich wissen. Ein spannendes Thema und ich bin immer daran interessiert andere Sichtweisen zu hören.

    Lieben Gruss
    moll
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